Samstag, 23. April 2011

Gute alte Zeit

Dr Johnson at the Cheshire Cheese, Fleet Street (1948) von dem britischen Genremaler Frank Moss Bennett (1874-1953). Dr Johnson war ein bekannter englischer Literat und der Künstler zeigt ihn hier im Kreis von Kollegen in einem der ältesten Pubs der Fleet Street, der Wiege der englischen Presse.

Es ist die Zeit, in der das Empire noch wuchs. Wichtige und gebildete Männer rauchen, trinken Tee und diskutieren weltläufig über Politik.

Mittwoch, 13. April 2011

Spektakel im Kolosseum

Das letzte Gebet der christlichen Märtyrer (1883) von dem Franzosen Jean-Léon Gérôme (1824-1904).

Äußerst gekonnt und routiniert setzt Gérôme hier das Martyrium der Christen in Szene. Einige brennen bereits als lebende Fackeln, während die anderen im Gebet vereint den Tod durch die Raubtiere erwarten, die drohend aus der Grube steigen. Auch hier wird das Geschehen durch einen dramatisch finsteren Himmel unterstrichen.

Sonntag, 3. April 2011

Römische Dekadenz

Ein Festmahl des Lucullus von dem französischen Maler Gustave Clarence Rodolphe Boulanger (Paris 1824-88).

Auch hier sind die historischen Details – wie die Liegen, Architektur, Kostüme und Musikinstrumente – mit allergrößter Sachkenntnis dargestellt. Boulanger hatte wie viele seiner Kollegen die Ruinen von Pompei genau studiert.
Interessant ist jedoch der für Süditalien ungewöhnlich düstere Himmel.

Freitag, 25. März 2011

Ein perfekter Körper

Tod der Kleopatra (1874) von dem französischen Künstler Jean André Rixens (1846-1924).

Trotz der perfekt ausgearbeiteten Details konzentriert sich alles auf den alabasternen Körper der toten Königin. Das Licht ist wie von einem Bühnenscheinwerfer darauf fokussiert, wodurch er noch weißer wirkt.
In Realität muss Kleopatra wesentlich älter und höchst wahrscheinlich auch weniger attraktiv gewesen sein. Aber Rixen präsentiert hier einfach Perfektion wie auf der Bühne.

Donnerstag, 10. März 2011

Ein Heldenkönig

Don Pedro III der Große bei Panizas (1889) von dem spanischen Maler Mariano Barbasan (1864-1924).

Stolz beobachtet Pedro III wie sich das geschlagene Kreuzritterheer der Franzosen (1285) versucht sich über den Pyrenäenpass bei Panissas in Sicherheit zu bringen. Trotz ihrer gewaltigen Übermacht mussten sie nun fliehen, und kaum einer sollte es zurück nach Frankreich schaffen.
Der König steht stolz an der Spitze und am Gipfel seiner Truppen, und in der Ferne erkennt man bereits die Aasfresser, die sich an den Gefallenen mästen werden.

Samstag, 26. Februar 2011

Schlacht im Teutoburger Wald

Die Schlacht im Teutoburger Walde 9 n. Chr; (1890) von dem deutschen Maler Hermann Joseph Wilhelm Knackfuß (1848-1915).

Knackfuß war einer der populärsten Historienmaler im Deutschen Kaiserreich und unterrichtete an der Akademie in Düsseldorf. Bei der Schlacht im Teutoburger Walde handelt es sich um eines der damals so beliebten Schulwandbilder, mit denen die Jugend mit den Heldentaten ihrer Ahnen vertraut gemacht werden sollten.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Der Antrag

Der niederländisch-englischen Maler Lawrence Alma-Tadema (1836-1912) zeigt hier wie irgendwo im römischen Reich ein Jüngling seiner Angebeteten einen Antrag macht. Die Kostüme sind so perfekt wie der Marmor und die Blumen. Dennoch repräsentiert die ganze Szene eindeutig ein junges Paar der viktorianischen Zeit. Man spielt Geschichte vor einer makellosen Kulisse.